Raginhilt „Fokke“ WIP – Die Jacke – Das Finish

Den Kragen musste ich mehrmals machen. Mir gefiel die Stoffzusammenstellung nicht, die ich mir anfangs überlegt hatte. Zuerst wollte ich das nämlich nur aus dem Garnache-Stoff machen. Das sah aber im Futterbereich doof aus, dass da plötzlich ein anderer Stoff war. Und mit dem Rücken hat das auch irgendwie nicht gepasst.
Schlussendlich habe ich für innen wieder den Futterstoff genommen und für außen den tollen Schuppen-Oberstoff.

Genäht habe ich den Kragen, wie ich alle meine Kragen nähe. Erst mal die Kragenteile an den Seiten und oben zusammen nähen, dann rechts auf rechts auf den Stoff pinnen und nähen (hier noch mit dem falschen Stoff):

fokke-kragen-1

Und dann umklappen und das Futter so festnähen, dass die Naht nicht mehr zu sehen ist. Mit einer schönen Handnaht noch die Säume festnähen und der Kragen ist fertig.
Ich habe in den Kragen noch eine kleine Einlage reingemacht, damit es in der Mitte, dort, wo die Nahtzugaben nicht sind nach dem Umklappen, nicht zu dünn wird und es sich komisch anfühlt.

fokke-kragen-3 fokke-kragen-2

Die Schließen musste ich alle per Hand formen und annähen. Es wurden insgesamt 19 Stück und ich habe sie doch tatsächlich alle an einem RPG-Abend geschafft. Zwischendurch habe ich mal wieder geflucht, wie verrückt ich denn bin, dass ich mir soooooo viel Arbeit damit mache. Aber das Ergebnis ist einfach geil.

fokke-schliessen-1 fokke-schliessen-2

Auf die andere Seite kamen die Knöpfe. Bei denen habe ich die restlichen sogar erst auf dem Congelände angenäht, weil ich vorher keine Zeit mehr hatte. Sie sind mir immer noch etwas zu klobig, passen aber sehr gut. Ich lass das jetzt einfach so.

fokke-knoepfe

Fertige Tragebilder und ein erstes Fazit gibt es auch. Beim nächsten Mal.

Advertisements

Musketiera-WIP: Rund um den Hals

So, als erstes kam der Hals dran, also der Halsausschnitt mit Schulterpartie und Kragen. Mutig habe ich ein T in den schönen Stoff geschnitten und in die Ecken kam dann zur Formgebung ein Zwickel:

Das Viereck umgeschlagen und festgenäht:

Im oberen Bild ist schon der nächste Schritt zu sehen, die Verstärkung der Schulterlinie. Laut Anleitung muss der Stoff an dieser Stelle nicht gerafft werden. Dass ich es trotzdem so getan hab, lag daran, dass ich das Schnittmuster auf meine Größe umgerechnet habe. Aber eher Pi mal Daumen, als mathematisch genau. Da wurde dann das Schulterverstärkungsteil zu kurz. Aber ich hab es so gelassen, weil ich Raffungen mag bei dieser Art von Hemd. Also Schnitteil an beiden Seiten umgeklappt, Stoff gerafft und mit einem einfachen Vorstich festgenäht:

Zusätzlich ist hier zu sehen, dass ich den Nackenzwickel auch noch mal an den Rändern festgenäht hab. Zum einen finde ich es schöner, zum anderen gibt es eine gewisse Stabilität.

Kommen wir zur Front, also dem Ausschnitt. Der wurde, so weit es ging, zweimal umgeschlagen und festgenäht. Am unteren Ende habe ich dann den Stoff mit engen Knopflochstichen umsäumt.

Später habe ich den Ausschnitt noch etwas nach unten erweitert, weil er mir zu klein war. Dabei habe ich dann auch den unteren Bereich etwas symmetrischer versäumt als hier im Bild.

In der Anleitung steht, dass man auch zur Verstärkung ein kleines Herzstück an diese Stelle setzen kann. Aber ich mochte den Look davon nicht. Dieses Hemd, nicht zuletzt durch die Stoffwahl, einen sehr luftigen Eindruck machen, da war mir das Herzstück zuviel.

Als nächstes kam der Kragen. Der Kragen ist ein einfaches Rechteckstück, das zusätzlich dazu dient den Stoff im Nacken und vorne zu raffen. (Habe ich schon erwähnt, dass ich Raffungen mag ^_^)

Wie man sieht habe ich auch den Kragen mit mehreren Stichen etwas stabiler gemacht.

Das Finish war dann die Kordel, um das Hemd vorne zu schließen. Zuerst hatte ich mir überlegt die einfach mit einzunähen, wenn ich den Kragen annähe. Aber dann kam mir eine andere Idee:

Ich habe die Kordel innen über die gesamte Breite des Kragens mit kleinen Umschlägen unterm Kragen festgenäht.

Mit dieser Methode konnte ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen habe ich die Kordel (übrigens eine einfache Düntelschnur) befestigt, zum anderen konnte ich so die Naht vom Kragen verstecken, die teilweise noch hervorblitzte (hier zu sehen beim Knick in der Kordel).

Ja, ich weiß, jedem anderen würden die hervorblitzenden Nähte nicht auffallen, wenn ich das Hemd trage, aber mir fällt das auf. 😉 Außerdem gefällt mir das so viel besser.

So, damit wäre der Halsbereich fertig. Als nächstes kommen die Zierstiche.