Honorata 1.0

Drei Tage vor dem Epic hatte ich, wenn ich mich richtig erinnere, alles fertig, was ich fertig haben wollte. Umhang war genäht, drittes Hemd war gemoddet, Stickereien waren fertig und der Hut war auch rechtzeitig da. Honorata 1.0 konnte die Larpbühne betreten und das tat sie dann auch:

EE14_Honorata_3

Hemd und Jacke hatte ich ja ausführlich vorgestellt (siehe Schublade: Musketiera).

Mit ein bisschen Geschwafel kommen jetzt die Detailfotos zum Umhang und Hemd Nr. 3. (Hemd Nr. 2 ist im Gegensatz zu den anderen gräulich blau, ansonsten nicht ganz so spektakulär.)

Der Umhang:

Ist im Endeffekt ein Dreiviertelkreis mit Kragen. Allerdings hat es ein bisschen gedauert, bis ich ein Kragenschnittmuster gefunden habe, das mir gefiel. Einfach an einen Dreiviertelkreis ein längeres Stück Stoff anzunähen, brachte nämlich nicht den gewünschten Effekt. (Und eigentlich wollte ich den Alatriste-Umhang nachnähen, aber ich habe nicht herausgefunden, wie der geschnitten ist. Trotz intensiver Bildanalyse. Wer da was weiß, darf sich gern bei mir melden.)
Der Umhang ist aus einem dunkelgrauen Wollstoff, mit einem festen, anthrazitfarbenem Leinenstoff gefüttert und ziemlich schwer. Fast zu schwer. Damit ich nicht ganz soviel Last auf den Schultern habe, habe ich ihn noch zehn Zentimeter gekürzt. Nach dem Kürzen war er dann, nach meinem Geschmack, leicht zu kurz. Ach, ich kann es mir auch nicht recht machen. Aber das Epic hat gezeigt, das ist total in Ordnung so. So schleift der Umhang auch nicht durch hohes Gras und, wenn ich ihn nur über eine Schulter trage, nicht auf dem Boden. Passt.
Schwer ist er immer noch, aber nicht zu schwer.

Eine Sorge waren noch die Bändel zum schließen. Wegen dem Gewicht mussten die gut und reißfest angebracht werden. Als Bändel habe ich dicke Lederschnüre genommen, an einem Ende eine Schlinge gemacht und diese Schlinge mit gaaaanz vielen Stichen per Hand an Oberstoff und Futter genäht. Als Verkleidung kam ein Stück roten Leders drüber, den ich mit dem bewährten Knopflochstich angenäht habe.

Und was soll ich sagen, das hält super!


Links im Bild sieht man noch vielleicht, dass ich das Lederband geflochten habe. Das habe ich zum Teil wegen der Optik gemacht und zum Teil, damit das kurze Ende der Schlinge nicht blöd rumhängt.

Am Rand des Umhangs, auf der Seite des Futters gab es noch eine Blende aus dem Oberstoff. Fand ich besser so. Und das Futter ist am Saum auch nicht mit dem Oberstoff vernäht. Durch die Schwere der Stoffe macht das eh keinen Unterschied und ich erspare mir das blöde Anpassen der Länge. (Und dann beult es doch wieder aus. Ne, ne, ohne mich.)

 

Hemd Nr. 3

Beim Hemd Nr. 3 konnte ich es mal wieder nicht lassen habe es bestickt. Diesmal mit Schwarzstickerei in rot, an Kragen und Ärmeln. Das hat zwar etwas länger gedauert, als ich gedacht hatte, aber die Mühe hat sich definitiv gelohnt. Auch dieses Hemd ist vollständig per Hand genäht. Als Schnittmuster habe ich das bewährte vom ersten Hemd genommen und es nochmal leicht abgeändert.

Neben den roten Zierstichen habe ich auch versucht Ton in Ton zu verzieren und generell die Nähte schön zu vernähen. Der Knopflochstich an der Halsöffnung z.B. Und die einzelnen Stoffstücke habe ich wieder mit einem Stäbchenstich gearbeitet.

An die Ärmel kamen diesmal Knöpfe mit einem Schlingenverschluß. Und als Gimmick ein gestopftes Einschußloch. Vom Vorbesitzer.

 

Was fehlt:

Die richtigen Stiefel. Da habe ich aber bisher noch kein Modell gefunden, das mir wirklich gefällt. Und selbstgestrickte Socken. Im Moment habe ich Trachtenstrümpfe aus Polytierchen, aber die sind nur eine Übergangslösung. Da ich selber auch stricke, stand von vornherein fest, dass ich die Socken selber mache.

Eine Muskete, die zuverlässiger ist. 😉 (An dieser Stelle ein großes Danke an Kelmon, der die Muskete gebaut und mir geliehen hat, samt Bandolier. Ohne ihn hätte ich Honorata nicht spielen können!)

Evtl. ein Lederwams, für Schlachten.

Schminke auf die meine Haut nicht reagiert. Es war zwar nicht schlimm, nur nervig, aber es muss ja nicht sein. Andererseits sind es nur drei, vier Tage im Jahr. Das kann man aushalten.

Vielen Dank an Michael Burandt und Nummi, die so tolle Fotos von mir gemacht haben.
Endlich einmal bin ich auch fotografiert worden. Yeah!

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EXTERMINATE!

War was? 1st Edition

Eine Rubrik, eine Rubrik! Jubelt und frohlockt. Oder findet es total bescheuert.

Worum gehts? Ich werde Bilder von Sachen zeigen, die mir gewisse Tage versüßt haben. Einfach Dinge, die ich toll fand. Ich hab das mal als Tipp gelesen, dass man jeden Tag ein solches Bild machen soll. Jeden Tag habe ich das bisher nicht geschafft. Eigentlich heißt das für mich, ich muss mehr aus meinem Leben machen. Mal schauen, ob ich diese Erkenntnis umsetzen kann. Aber Schluss mit diesem langweiligen Text, ich will was zeigen.

Den Beutel zu diesem Muster habe ich vor kurzem vorgestellt. Es hat mich an dem Tag einfach nur gefreut, dass ich diesen Beutel endlich fertig hatte. Und das Muster an sich finde ich immer noch sehr klasse.

Ich war heute mit einer ganz lieben Freunden in der Stadt unterwegs mit einem Zwischenstopp auf dem Kanonenplatz. Das ist die Mauer, auf der wir saßen und auf Freiburg hinunterschauten. Ach, heut war schon schön. (Mal abgesehen von diesem Wahlergebnis.)

Dieses Wahlplakat der Piraten hat mich echt zum Lachen gebracht.

Ich bin gerade am nähen des Reisemantels für Helena (im piratigen Stil) und schon total verliebt in das Teil. Hier sieht man die eingenähten Taschen mit den schönen, goldenen Knöpfen. Hach, einfach ❤

 

Weißer Beutel

Den Beutel hatte ich eigentlich schon mal vorgestellt, aber der gefiel mir irgendwie nicht. (Weiß gar nicht mehr warum.) Also, was macht klein-jalea in dem Fall? Noch mal neu machen natürlich. Ganz 100%ig ist er immer noch nicht in meinen Augen, aber er gefällt soweit, dass ich ihn benutzen würde. (Außer, es findet sich jemand, der ihn haben will.)

Diesmal klappt das auch mit den Zuziehen durch zwei kleine Schlaufen. Ein anderer Beutel von mir geht mit dieser Methode immer auf. Hmm, keine Ahnung, woran das liegt.

Jetzt aber die Bilder:

Tukkys Tasche

Meine liebe Freundin Tukky hat mich gebeten ihr eine Tasche zu nähen, mit Stickerei natürlich.  Da kann ich nicht nein sagen. Ihre Vorgabe war Blau und es sollte eine Pilgertasche mit Klappe sein. Pilgertaschen haben, im Gegensatz zu den Almosenbeuteln, die ich vorher hier gezeigt habe, eine Trapezform. Zusätzlich waren noch drei Quasten und ein Verschluss gewünscht. Hat sie alles bekommen:

Ich bin sehr neidisch auf Tukky, das sie so eine schöne Tasche bekommt ^_^

Hier noch ein Detailbild. Da der Übergang zwischen Stickerei und Stoff an den Nahträndern immer etwas unschön ist, habe ich angefangen die Nähte mit einem Zierstich zu überdecken. Außerdem sieht man auf dem Bild die Verschlussschlaufen, die ich gefingerloopt habe.

Wenn ihr auch eine Tasche oder einen Beutel haben wollt, könnt ihr mich gerne anschreiben (siehe dazu die Kontakt-Seite).