Raginhilt „Fokke“ WIP – Was Kleines zwischendurch

Fokke trägt Schmuck. Jeder trägt Schmuck, warum also nicht Fokke? Also habe ich letztens etwas gebastelt. Nur was Kleines. Den Muschelanhänger war ein Geschenk, von dem ich sofort wusste, dass ich ihn für eine Kette für Fokke benutzen will. (Ich trag nämlich eigentlich nur meine Drachenkette. Was anderes kommt mir sonst kaum um den Hals.)
Die andere Kette ist eigentlich eine Vogelpfeife. Ich dachte mir, das wäre ein kuhles ™ Detail für einen (Vorsicht, jetzt kommt ein böses Wort) Waldläufercharakter. Weil ich noch den kleinen Holzring über hatte, habe ich die Pfeife damit noch etwas verziert.

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Raginhilt „Fokke“ WIP – Die kuhle ™ Kapuze

Die letzten Tage habe ich genutzt, um die kuhle ™ Kapuze fertig zu machen. Das Schnittmuster ist eine modifizierte Gugel, nichts weltbewegendes. Mittels eines Probestücks habe ich es dann noch final angepasst. Die Kapuze ist mit dem Stoff gefüttert, der eigentlich der Oberstoff werden sollte. Aber der war dann doch zu hell. Also habe ich den Stoff der Hose noch einmal benutzt.

Sichtbare Nähte (und einige unsichtbare) sind per Hand genäht:

Über den Verschluss habe ich die meiste Zeit gegrübelt. Schlußendlich habe ich mich für einen verdeckten Knopf entschieden. Das Knopfloch habe ich an die falsche Stelle gesetzt, jetzt ist der Verschluss weiter als gedacht, aber das ist verkraftbar:

Und jetzt einmal angezogen:

Sie ist genauso geworden, wie ich sie mir vorgestellt habe, vielleicht sogar noch ein bißchen kuhler ™.

Musketiera-WIP: Ärmel & Stand 0.6

Die Ärmel haben mir einigen Ärger gemacht. Ich mag Ärmel eh nicht. Ich kann die bei der Schnitterstellung an mir selbst nicht gut abstecken. Also werden sie meistens nur mittelmäßig.

Bei diesen Ärmeln war das Futter irgendwie viel weiter als der Stoffärmel. Ich habe keine Ahnung warum. Ich hab versucht die Weite herauszunehmen, ohne die Ärmel zu eng zu machen. Das Futter ist zwar immer noch etwas zu weit, aber es passt im Moment.

Das nächste, was schief lief, war das Annähen der Ärmelumschläge. Da hatte ich nämlich beim Stoff die Nahtzugabe vergessen. Jetzt sind die Ärmel 1 cm kürzer als geplant. Es hat sich heraus gestellt, dass das nicht schlimm ist. Das Annähen der Umschläge war nur etwas friemeliger als sonst. Um innen nicht soviel Stoff zu verlieren, habe ich da den Stoff gar nicht umgeklappt, sondern mit Umschlingstichen festgenäht.
Ansonsten habe ich auch hier die eigentliche Naht mit zwei Reihen Vorstichen gesichert.

Bevor ich die Ärmelumschläge angenäht habe, hab ich allerdings erstmal an der Armkugel Futter und Stoff zusammen genäht.

In beide Ärmel habe ich dann jeweils 17 Nestellöcher reingemacht. Dabei habe ich nicht nur auf einer Seite welche gemacht, sondern auch ein paar über die beiden Verbindungsnähte hinaus.

Das Gegenstück an der Schulter sind 16 kleine Ringe. Als Kordel habe ich erstmal eine Düntelschnur genommen. Eigentlich wollte ich auch hier wieder eine Fingerloopkordel nehmen, aber ich brauchte dann doch eine längere Schnur als geplant. Mal schauen, vielleicht überkommt es mich ja nochmal. Aber bisher finde ich es so ganz in Ordnung.

Die Ärmellösung funktioniert super. Ich bin total zufrieden.

So, was fehlt jetzt noch? Ach ja, das Gesamtphoto. Ich hab da mal was vorbereitet. Stand 0.6:

Musketiera-WIP: Knopflos

Wer meine Gewandungen kennt, weiß, dass ich auf Knöpfe stehe. Nur die Knopflöcher, die machen leider eine Heidenarbeit. Der Aufwand lohnt sich, ohne Frage, aber bei der Jacke wollte ich das eigentlich nicht.

Also hab ich mich für eine Fake-Schnürung entschieden.

Für die ich auf beiden Seiten Löcher machen musste…

Und die Ärmel wollten ja auch angenestelt werden…

Irgendwo ist da was schief gelaufen.

Nichtsdestotrotz, die Fake-Schnürung wollte ich auf jeden Fall. Die Idee ist allerdings nicht von mir, sondern von Raubi, der so eine Fake-Schnürung an seinem beeindruckendem Lederkoller hat.

Die Kordel ist selbst gemacht, per Fingerloop. Die Länge war ein bißchen schwierig, aber meine normalen Düntelschnüre waren mir zu dünn.
Geschlossen wird die Jacke, wie im rechten Bild zu sehen, über Haken und Ösen. Ich bin dem Beispiel von Raubi gefolgt und habe die Haken und Ösen in Dreierpaaren versetzt angenäht. Damit die Jacke nicht einfach so aufgehen kann. Würde ich das nochmal machen, dann würde ich sogar jedes Haken und Ösen Paar versetzt annähen.
Vielleicht ändere ich das noch mal, wenn mir danach ist. Im Moment habe ich da keine Lust zu.

Hmm, heut war kurz. Ach ne, ich wollt noch was zu den Nestellöchern sagen. Die habe ich diesmal etwas anders gearbeitet. Anstatt einmal rund einen Knopflochstich zu machen, habe ich den Stich in zwei Runden gemacht. In der ersten Runde habe ich die Stiche soweit auseinander gesetzt, dass ich dann in der zweiten Runde in den Zwischenräumen einen weiteren Stich setzen kann.
Mit dieser Technik habe ich das Gefühl, dass die Nestellöcher runder und damit schöner werden. Außerdem geht das irgendwie schneller. Keine Ahnung warum, könnt ich mir auch einbilden.

Jetzt fehlen nur noch die Ärmel.

Musketiera-WIP: Das Futter

Ins Futter habe ich im Rücken eine Bewegungsfalte eingearbeitet. Das ist vielleicht modern, aber erstens werden andere das eh nicht sehen und zweitens wird es nicht spannen.

 

Wegen den Schulterklappen konnte ich Stoff und Futter nicht wie eine Weste über die Schulternähte zusammen nähen. Also habe ich die beiden Teile erstmal am Hals und an der Taille zusammen genäht. Und danach, durch die Lücken vorne, die Armlöcher. Das war ein bißchen tricky, weil ich die Armlöcher nicht in einem Ruck nähen konnte, aber schlußendlich ging es dann doch, wie man im nächsten Bild sieht. (Das Bauschige am Armloch kommt daher, dass ich die Nahtzugaben dort noch nicht zurückgeschnitten und die Naht mit einem Stich zusätzlich gesichert habe.)

 

Man sieht auch, dass  das Futter vorne am Verschluss nicht gleich lang wie der Stoff ist. Ursprünglich hatte ich das vor, aber dann wäre da einfach zuviel Stoff und es wäre auch blöd zu nähen gewesen.
Beim Verschluss sollten nachher noch Nestellöcher hin, deshalb habe ich da die Nahtzugabe länger gemacht. Die habe ich dann über den Futterstoff geklappt und per Hand angenäht. Einmal am Rand mit zwei Reihen Vorstich und dann noch mal am Stoffrand mit kleinen Überwendlingstichen (Bei denen habe ich drauf geachtet, dass der Faden nicht durch den Stoff des Vorderteils geht, damit die Stiche sich nicht durchzeichnen).

(Nicht wundern über die unterschiedlichen Farben. Das linke Bild habe ich abends gemacht, da musste ich dementsprechend die Helligkeit ziemlich erhöhen, damit man was erkennen kann.)

Dort, wo ich Futter und Stoff zusammen genäht habe, habe ich die Nähte noch einmal zusätzlich mit zwei Reihen Vorstichen zusammen genäht. Das stärkt zum einen die Nähte, hält beide Stoffschichten dort, wo sie hingehören, und  es sieht auch noch gut aus.

 

Das ganze sieht dann so aus:

Die Weste ist damit bis auf den Verschluss fertig und tragbar.