Raginhilt „Fokke“ WIP – Die Kniebundhose

Von vornherein stand fest, dass Fokke eine Hose trägt. (Man sieht es ja an der ersten Konzeptzeichnung.) Der Gedanke an einen Rock kam mir gar nicht. (Wahrscheinlich, weil die Inspirationsvorlage keinen Rock trägt…) Die Wahl fiel dann auf eine Kniebundhose, weil ich die Länge eigentlich ganz gerne mag. Außerdem hab ich dazu in meiner Burda-Sammlung ein Schnittmuster.
Kurz habe ich überlegt einen 18. Jahrhundert Schnitt zu benutzen, habe mich dann aber dagegen entschieden, weil ich keinen neuen Schnitt erstellen wollte. Und so toll die von vorne aussehen, ich wollte hinten keinen Stoffwust haben.

Es wurde dann also der Schnitt 125 aus der Burda 9/2006. Allerdings mit einigen Änderungen. Ich musste die Länge anpassen, Gürtelschlaufen und Taschen habe ich weggelassen und am Knie ist die Hose in ein paar Falten gelegt, die ich nicht haben wollte. Also habe ich da etwas Weite aus dem Schnittteil genommen. Außerdem habe ich den angesetzten Bund um 1,5 cm nach oben verlängert. Als Verschluss dient natürlich auch kein moderner Reißverschluss, sondern Knöpfe.
Und dann wollte ich ja noch ganz viele Schmuckdetails einarbeiten.

So sieht die Hose jetzt aus:

Am rechten Knie gab es, wie im Teaser schon zu sehen, ein paar Falten. Geschlossen wird die Hose am Knie mit einem schlichten, aber schönem Knopf

An den Seiten der Beine habe ich jeweils einen Streifen aus einem anderen Material angenäht. Außerdem bekam die Rückseite vom rechten Bein eine Stickerein (im Bild links).

Und so sieht die Hose von den Seiten aus:

Vorne gab es wieder die schönen Knöpfe.

Und so sieht sie angezogen aus. Sie sitzt ein bisschen locker, weil ich in letzter Zeit etwas abgenommen habe. Außerdem musste ich das Bild etwas aufhellen.

Sämtliche sichtbaren Nähte sind mit der Hand gemacht. Das mache ich eigentlich immer so. Manchmal, wenn ich ganz verrückt bin, mache ich sogar nicht sichtbare Nähte per Hand.
Die Farben der verschiedenen Stoffe sind übrigens nicht ganz so unterschiedlich. Eigentlich passen die viel besser zusammen.

Diese Hose ist nun Version 1.0. Es gab noch eine Version 0.1, die hatte aber keine Schmuckdetails, weil ich sie in einer Woche fertig nähen musste und ich keine Zeit dafür hatte. Und eigentlich würde ich gerne noch eine Version 2.0 machen, um die Fehler in Version 1.0 auszubügeln (der unterste Knopf sitzt z.B. sehr, sehr tief), aber dann hatte Karstadt nichts mehr von dem Stoff da. Vielleiht finde ich ja irgendwann noch mal einen anderen passenden Stoff. Fürs erste ist die Hose jetzt aber fertig (auch wenn sie grad etwas locker sitzt, aber das hat andere Gründe) und ich sollte mich dann mal um die anderen Sachen kümmern. Als nächstes wird wahrscheinlich die Gugel gemacht. Da habe ich den Stoff nämlich auch schon rumliegen.

P.S.: Letztens bin ich bei Karstadt rumgelaufen und was war, ich habe den Stoff der Hose doch noch gefunden (er hatte sich an einer anderen Stelle klammheimlich versteckt! Was eine Untat!). Jetzt habe ich zuhause 1,5m davon rumliegen (eigentlich viel zu viel für die Hose) und werde mich nach der Gugel wohl doch noch mal an eine Version 2.0 wagen.

 

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Raginhilt „Fokke“ WIP – Die Geburt eines neuen Charakters

Ursprünglich wollte ich ja höchstens eine Handvoll Charaktere fürs Larp erschaffen. Damit ich die dann ausführlich spielen kann und deren Charakter weiter entwickeln kann und überhaupt. Der Plan hat nicht wirklich geklappt. Ich habe mich nämlich schon wieder dazu entschieden eine neue Persönlichkeit zum Leben zu erwecken. Nicht aus Jux und Dollerei, aus Gründen natürlich. Ich habe mich einer Fantasy-Abenteuer-Gruppe angeschlossen. Jetzt kann ich mich mal so richtig austoben und muss mir keine Gedanken um ein etwaiges A machen. Muahahahah.

Vor ungefähr einem Jahr hatte ich schon die Idee zu einem Charakter, der von Arrow inspiriert ist. Sprich, eine Bogenschützin in Grün mit kuhler ™ Kapuze. Diese Idee werde ich bei Fokke größtenteils umsetzen. Links ist die erste Konzeptzeichnung von damals zu sehen, rechts das, was ich mir letztens überlegt habe. Man sieht, ziemlich viel geändert hat sich nichts.

Der Plan besteht aus folgenden Teilen:

  • relativ eng anliegende Jacke, an die Ärmel angenestelt werden können
  • Hemd, das an den Schultern und Handgelenken hervorguckt
  • Kniebundhose
  • Stiefel bis zu den Knien
  • Gürtel mit Taschen dran
  • Waffengürtel mit Köcher (evtl. zusätzlich befestigt am linken Bein)
  • am rechten Bein evtl. eine Dolchscheide mit Dolch
  • kuhle ™ Kapuze
  • nicht zu sehen: eine Garnache für schlechtes oder kaltes Wetter
  • auch nicht zu sehen: kleine Armbrust (aus kuhlheits ™ Gründen; und weil ne Große mir auf die Dauer zu schwer ist)

Das besondere an der Gewandung soll sein, dass ich an Jacke und Hose sehr viele Schmuckdetails einnähe. Ich liebe Details! Habe aber schon festgestellt, dass ich zumindest bei den Konzeptzeichnungen eher darauf verzichte bzw. mir nichts gescheites einfällt. (Ach was, es liegt einfach daran, dass meine Zeichnungen so klein sind und keinen Platz für Details lassen.) Außerdem möchte ich etwas Wildheit reinbringen. (Ob mir das gelingt, ist eine andere Sache) Ich habe so eine Ahnung, dass Fokke aus einer nicht ganz so zivilisierten Gegend kommt…

Der geübte Blick sieht natürlich sofort, dass ich ja gar keine Kopfbedeckung habe!!! Oh nein, was habe ich mir nur dabei gedacht? Wie kann ich nur? Frevel!
Tja, ich kann, weil ich kann. Außerdem ist mir keine gescheite Kopfbedeckung eingefallen, die gepasst hätte. Also mache ich mir jetzt ne kuhle ™ Frisur! Außerdem schmiere ich mir Farbe ins Gesicht. Das sollte auch ziemlich verfremdend wirken und ich mag dieses Augen-Make-Up, wo ein dunkler Balken im Gesicht ist, echt gern. Vielleicht wird es für einige doof aussehen, aber das ist mir egal.
Ich habe mir auch schon überlegt, für verschiedene Anlässe, verschiedene Bemalungen zu verwenden. So kann ich mich immer wieder austoben und blöde Sachen erzählen, wenn Leute fragen. Leute fragen echt oft, wenn man was im Gesicht hat…

Ich habe auch schon angefangen zu nähen. Mit der Hose. Die bekommt am rechten Knie eine Art Polsterung, für die Zeiten, wo ich mich mal auf einem Knie abstützen muss:

Das ist einfach ein Stück Stoff, dass ich in Falten gelegt und dann auf das Hosenbeinteil genäht habe. Das ergibt am Knie jetzt drei Schichten Stoff. Sollte reichen.

Und nun zu der Frage, wer Fokke eigentlich ist. Ich habe eine grobe Idee von ihr, aber noch nichts wirklich konkretes. Sie wird jedenfalls nicht nett sein und auch nicht gut (im Sinne von licht). Nicht immer. Vielleicht, wenn sie mal einen guten Tag hat, kann sie großzügig sein, aber sie soll doch eher in Richtung „böse“ gehen ohne wirklich böse zu sein. Sie hat halt völlig andere Moralvorstellungen wie der Bauer von der Straße (oder der Paladin auf seinem Ross).
Zu ihrer Herkunft kann ich noch gar nichts richtiges sagen. Außer halt, dass es eher nicht so zivilisiert ist woher sie kommt. Oder es wird was ganz krudes. Vielleicht bleibt das auch eher nebensächlich und ich überlege mir spontan immer wieder was aus. Wenn sich da was widerspricht, ist es auch egal. Das würde zumindest zu ihr passen.
Ich weiß zumindest, was sie werden wird. Nämlich Kundschafterin und Armbrustschützin. Und für den Notfall kann sie auch mit dem Schwert umgehen.

So, genug mit soviel Geschwafel. In den nächsten Beiträgen zu ihr wird es mehr Bilder geben, versprochen.

Musketiera-WIP: Stand 0.1 & 0.3

Stand 0.1:

Ein Hemd allein reicht nicht. Es muss mindestens eine Hose her, damit man wenigstens vors Zelt gehen kann. Den Stoff hatte ich ja mit dem Hemdstoff zusammen bestellt. Der Schnitt war auch schon seit Monaten gefunden und eigentlich ziemlich einfach. Und schnell genäht. (Wenn man nicht die Nähte per Hand versäubert, so wie ich ^^)

Da ich mit dem Stoff etwas umsichtig umgehen musste, habe ich das Schnittmuster an der Hüfte geteilt. Eigentlich wollte ich diese Quernaht vermeiden, aber sagen wir einfach, es ist ein Feature der Hose 😉

Stand 0.3:

Das Hemd ist mittlerweile zum zweiten Mal fertig. Nachdem ich es entfärbt habe (es war mir einfach zu orange) und alle roten Fäden noch einmal neu gemacht habe. Die waren nämlich auch entfärbt und hatten einen wunderschönen satten Dunkelgelb Ton angenommen. Sprich, ich habe alle drei Kordeln ausgetauscht und die Hohlsaumstickerei noch einmal neu gemacht.
Was macht man nicht alles, wenn einem etwas nicht 100% gefällt.

Apropos nicht 100% gefallen. Die Hose war mir zu lang. Erst dachte ich, ach, ich lass das einfach so. Aber dann habe ich sie doch noch gekürzt. Um ganze 8cm sogar. Jetzt sitzt sie aber viel besser. Und Knöpfe hat sie mittlerweile auch bekommen.

Und als Gimmick trage ich schon mein Bandolier von Kelmon. Das ist noch nicht ganz fertig (und gealtert werden muss es auch noch), aber es macht schon was her. Oder?